Nachhaltigkeitskonferenz Zukunftsstadt Konstanz

Nachrichten aus der HTWG

Viele Ideen für die nachhaltige Stadt

14. Juni 2017


Nachhaltige Entwicklung ist nicht Auf­gabe nur einer einzigen Wissens­disziplin. Das zeigte der vierte inter­diszip­linäre Hoch­schultag Nach­haltig­keit an der HTWG deutlich. Er öffnete den Blick weit über Fach- und Hochschul­grenzen hinaus und nahm die Entwicklung der Stadt Konstanz in den Fokus.

Global denken, lokal handeln – dieser Leitz­satz der Nach­haltigen Ent­wicklung stand im Mittel­punkt des Aktions­tages. „Wir können uns nicht mit dem zufrieden geben, was bisher er­reicht wurde, denn die Heraus­forderungen die vor uns liegen sind groß“, sagte HTWG-Präsident Prof. Dr. Carsten Manz mit Blick auf Klima­wandel, Ressourcen- und Flächen­verbrauch und Mobilitäts­verhalten. Er eröffnete gemeinsam mit Prof. Dr. Maike Sippel, Senats­beauftragte für Nach­haltige Ent­wicklung, und dem Konstanzer Bau­bürgermeister Karl Langen­steiner-Schönborn die inter­disziplinäre studentische Kon­ferenz „Smart wachsen – Quali­tät statt Quadrat­meter“.

Zukunftsstadt Konstanz

Laura Immler aus dem Studiengang Umwelttechnik und Ressourcenmanagement stellte "Szenarien für das Handlungsprogramm Wohnen der Stadt Konstanz" vor.

Zehn studentische Gruppen der Universität Konstanz und der HTWG stellten ihre Projekt- und Abschluss­arbeiten vor. Sie hatten im Rahmen des Projektes „Zukunfts­stadt Konstanz“, das vom BMBF gefördert wird, Impulse für die Entwicklung nachhaltiger Stadtquartiere in Konstanz erarbeitet. Dabei stand die Herausforderung gerade für Konstanz im Fokus, eine gute Wohn­qualität auf weniger Raum als zur Zeit üblich zu realisieren. Das Themen­spektrum reichte dabei von der Wohn­qualität in den eigenen vier Wänden bis zum Nach­haltigkeits­gedanken im öffentlichen Raum. Angehende Archi­tekten, Soziologen, Ver­waltungs- und Politik­wissenschaftler sowie Studierende aus dem Studien­gang Umwelt­technik und Ressourcen­manage­ment hatten sich unter anderem mit „mehr­geschossigem Wohn­ungsbau in Holz­bauweise“, „Post­wachstum und Stadt­entwicklung“, „Urban Gardening“, der „Herstel­lung sozialer Stabi­lität in gemeinschaft­lichen Wohn- und Bau­projekten“ oder „Nachhaltige Sied­lungen und Quartier“ auseinander­gesetzt. Mit ihren Präsen­tationen gaben die Studier­enden den Auftakt zu einem zwei­tägigen Workshop, zu dem die Stadt Konstanz Bürger­innen und Bürger im Rahmen des parti­zipativen Projektes eingeladen hatte.

Nachhaltigkeit hat viele Seiten: Von Mobilität bis Bekleidung.

Wie vielfältig die Bear­beitung des Themas Nach­haltigkeit auf dem HTWG-­Campus ist, zeigte sich schon vor der Konferenz: Im Repair-Café boten Studier­ende ihre Technik- und Tüftler-­Kenntnisse an, um defekte Elektro­geräte wieder zum Laufen zu bringen. Kaffee­maschine, Kamera und Küchen­mixer konnten sie zum Beispiel wieder instand setzen.
Vor der Mensa luden mehrere Aktions­stände zum Mitmachen ein: „Hin­bringen, ent­decken, mit­nehmen, sich freuen“ war das Motto beim „Klamotten­wechsel. Pullis, Shirts, Hosen und Acces­soires fanden neue Besitzer. Mobilität neu denken - dazu luden gleich drei Informations­stände ein: Konnte man hier entweder eine Test­fahrt mit einem flotten Elektro­fahrzeug unternehmen, standen dort Lasten­fahrräder zur Probe­fahrt bereit. Auf dem See­rhein waren Aus­fahrten mit dem Photo­voltaik-Wasser­stoff­hybrid­boot der HTWG, der Solgenia, möglich. Da Nach­haltigkeit als Quer­schnitts­thema betrachtet werden muss, lud Prof. Dr. Burkhard Lehner, Senats­beauftragter für Didaktik, zur Lehr­werkstatt am Mittag rund um das Thema Inter­diszipli­narität. (aw)


Zukunftsstadt Konstanz

Warum will die Kamera nicht mehr? Diese und Fragen zu Küchenmixer, Laptops und Kaffeemaschine beschäftigten die Tüflter im Repair-Café.

Zukunfts­stadt Konstanz
Das vom Bundes­ministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „Zukunfts­stadt Konstanz“ wurde 2015 gestartet und widmet sich der Frage: Wie können nach­haltige Wohn­quartiere ent­wickelt werden? Verknüpft mit der Frage „Wie wollen wir in Zukunft wohnen?“ sind auch Fragen nach nach­haltiger Energie­versorgung, neuen Konzepten für Mob­ilität usw. Gerade läuft die zweite Phase des Projekts: 20 Kommunen von ursprüng­lich 168 Bewer­bungen sind noch im Rennen. Mit involviert in das Projekt sind auch die HTWG und die Uni­versität Konstanz.

Quelle: Presse­stelle HTWG

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