Ein Modellquartier für die Zukunft:

die Christiani Wiesen

Rückblick auf die Akteurs- und Planerwerkstatt der Zukunftsstadt


Wie wollen und können wir zukünftig leben? Wie sehen die nach­haltigen Konstanzer Quar­tiere der Zukunft aus? Um erste konzept­ionelle Antworten auf diese Fragen zu finden, fand eine drei­tägige Akteurs­gruppen- und Planer­werks­tatt vom 18. bis 20. April 2018 in der HTWG statt. Zentrales Ele­ment war hier der digi­tale und inter­diszip­linäre Werkzeug­koffer, der auf stu­dentischen Arbeiten der HTWG und Univer­sität Konstanz basiert. Die aus ihm hervor­gehenden Para­meter und Rahmen­bedingungen für Konstanzer Quar­tiere der Zukunft, sollten im Rahmen der dreitägigen Werk­statt präzisiert, sowie anschließend in Form von ersten städte­baulichen Konzepten am Beispiel der Chris­tiani-Wiesen erprobt werden.

Fotos © Stadt Konstanz / Chris Danneffel.

Der erste Tag stand ganz im Zentrum des Aus­tauschs und Dia­logs zwischen geladenen Konstanzer Akteurs­gruppen und den Planer­teams Pool aus Zürich, Feld 72 aus Wien und Bogevischs Büro aus Mün­chen, die an diesem Tag Ideen und An­regungen für ihre Konzepte sam­meln konnten. Am Vormittag disku­tierten die Ak­teure gemeinsam mit den Planern auf Basis des bis dahin erar­beiteten Werkzeug­koffers, welche Kriterien sie für eine nach­haltige Stadt­entwicklung am wich­tigsten hielten. Im Anschluss an diese Prio­risierung und Ergänzung des Werkzeu­gkoffers, konnten die Teil­nehmer konkrete Ein­drücke der Chris­tiani-Wiesen im Rahmen einer Orts­begehung gewinnen.

Basierend auf den Anregungen des ersten Werk­statt-Tags, erarbeiteten die Planer­teams am zweiten und dritten Tag erste städte­bauliche Konzepte für das Modell­quartier Christiani-Wiesen. Interes­sierte Bürger­innen und Bürger hatten dabei vormit­tags die Mög­lichkeit, den Planer­teams einen Blick über die Schulter zu werfen und mit ihnen über Planungs­details ins Gespräch zu kommen und diese zu diskutieren

Fotos © Stadt Konstanz / Chris Danneffel.

Zum Abschluss der drei­tägigen Akteurs- und Planer­werkstatt fand eine öffent­liche Abend­veranstal­tung statt, bei der die drei Planer­teams ihre bis dahin erarbei­teten Ergebnisse vor rund 80 Personen präsen­tierten und Fragen aus dem Publikum beantwor­teten.

Welches Team einen städte­baulichen Rahmenplan für das Modell­quartier Chris­tiani-Wiesen erarbeiten darf, der dann im Rahmen der drit­ten Phase des Wett­bewerbs Zukunfts­stadt realisiert wird, entscheidet sich in der öffent­lichen Jury­sitzung am 05. Juni 2018. Neben der Ein­bindung der Konstanzer Hoch­schulen in die Jury, stellt auch die aktive Teilnahme von angemeldeten Bürger­innen und Bürgern ein besonderes Merkmal dieser Jury­sitzung dar.





Jury wählt deutsch-österreichisches Konzept
für die Christiani Wiesen


Die Christiani Wiesen spielen als Modell für eine nach­haltige Quartiers­entwicklung unter dem Motto "Smart wachsen – Quali­tät statt Quadrat­meter" eine große Rol­le in der Stadt­planung. Mit diesem Projekt nimmt die Stadt Konstanz auch am bundes­weiten Wett­bewerb Zukunfts­stadt teil.

Zukunftsstadt Konstanz

Lukas Esper, Gerko Schröder von Treibhaus Landschafts­architektur, Michael Obrist von feld 72 und Bürger­meister Karl Langen­steiner-Schön­born (v.l.) präsentieren den Sieger­entwurf.
© Stadt Konstanz/ Danneffel

In der öffent­lichen Sitzung vom 5. Juni 2018 hat sich eine Jury, bestehend aus Profes­soren und Dozenten der Konstanzer Hoch­schulen, aus Politikern und weiteren Fach­leuten, für die Entwürfe der Archi­tekten des Wiener Büros feld72 und der Landschafts­architekten Treibhaus aus Hamburg entschieden. Begründung war unter anderem, dass dieser Entwurf die Vorteile der beiden anderen eingereichten Projekte in sich vereint: Einerseits ist er sehr offen, aber gleichzeitig durch die gemein­same Mitte räumlich am flexibel­sten. Die Jury empfand den Entwurf als die zukunfts­fähigste Arbeit, der sich dabei harmonisch in die vor­handenen Gegeben­heiten einfügt.

Bürger und Akteure konnten sich mit in die Diskussion einbringen. Die Entwürfe sollen Grund­lage für die Bewerbung zur Phase III Zukunfts­stadt und für die weitere Entwicklung des Modell­quartiers sein. Insgesamt drei Planer­teams hatten im April 2018 an einer drei­tägigen Akteurs- und Planer­werkstatt zur städte­baulichen Ent­wicklung der Christ­iani Wiesen teil­genommen, bei denen sich auch Bürger betei­ligen konnten. Danach konnten die Teams drei Wochen lang ihre Konzepte mit den Ideen und Empfeh­lungen der Akteure und Bürger weiter über­arbeiten.

Interessierte Bürger­innen und Bürger können die Arbeiten der drei Planer­teams ab sofort im Bürger­büro, im 6. OG, in einer Ausstellung in Augenschein nehmen.

Fotos © Stadt Konstanz / Chris Danneffel.

Die Planerteams im Überblick


pool architekten & Studio Vulkan Landschaftsarchitekten

Zürich, München

feld72 architekten & urbane strategien (Wien) mit Treib­haus Land­schafts­architektur

Wien, Berlin, Hamburg

bogevischs buero archi­tekten & Stadt­planer gmbh mit stautner + schäf Land­schafts­architekten

München