Jetzt wird's konkret!
Drei­tägige Akteurs­gruppen- und Planer­werkstatt

18.-20.April 2018

Smart Wachsen:
Qualität statt Quadrat­meter auf den Chris­tiani Wiesen

Wie sieht es aus das flächen­effiziente und nach­haltige Wohn­quartier der Zukunft? Wie lassen sich größere Flächen­effizienz und gestei­gerte Wohn­qualität in Einklang bringen?



Diese Fragen stehen im Zentrum der zweiten Phase des Projektes Zukunfts­stadt und werden bereits seit Ende 2016 theo­retisch und in unter­schiedlichen Formaten im Austausch mit den Projekt­partnern, den verschie­denen Interes­sens­gruppen und der Bürgerschaft Konstanz bearbeitet. Und jetzt wird es kon­kret! In einer drei­tägigen Akteurs­gruppen- und Planer­werkstatt im April 2018 sol­len die bisher er­langten Erkennt­nisse über­prüft und mit den An­regungen der Konstanzer Bürger­innen und Bürger auf das Modell­quartier, die Chris­tiani Wiesen über­tragen werden.

Die Akteurs­gruppen- und Planer­werkstatt

Für die dreitägige Werk­statt mit anschließender Jury­sitzung werden drei inter­disziplinäre Planer­teams (Architektur, Städte­bau und Land­schafts­planung) beauftragt, ein ganz­heitliches städtebau­liches Konzept mit besonderen Fokus auf die effiziente Flächen­nutzung für das Modell­quartier Christiani Wiesen zu entwickeln.

Die Parameter und Rahmen­bedingungen setzt dabei unter anderem der im Vorfeld erar­beitete planer­ische Werkzeug­koffer. Dieser soll am ersten Tag der Werkstatt mit einem Team der HTWG, mit geladenen Akteuren der unter­schied­lichen Interessens­gruppen priorisiert, diskutiert und ergänzt werden. Im Dialog zwischen den Akteurs­gruppen und den Planer­Innen werden die Aufgaben­stellung und die Beding­ungen präzisiert und die Anwend­barkeit des Werk­zeug­koffers als Tool für die Planung erprobt.

Am zweiten Tag der Werk­statt arbeiten die Planer­teams intensiv an ihren Ent­würfen, dabei können interes­sierte Bürger­innen und Bürger Konstanz ihnen über die Schul­ter blicken. Jeder kann seine Ideen, Anreg­ungen und Feed­back an die Planer weitergeben und so maß­geblich zum Konzept beitragen.

An Tag 3 arbeiten die Planer­teams ihr Konzept weiter aus und präsen­tieren ihre Ent­würfe in einer öffen­tlichen Abend­veranstaltung. Anschließend erhalten sie in einer moder­ierten Diskus­sion ein direktes Feed­back aus der Bev­ölkerung. Dabei ist das Vermitteln zwischen den Ansätzen und Vorgehens­weisen der PlanerInnen (der Fach­expertise) und den Bedürfnissen und Vorstel­lungen der Bevölkerung (der Alltags­expertise) wichtig. Durch gezieltes Fragen, präzises Zusammen­fassen, das Kombinieren von Vorschlägen und das Über­blicken von komplexen Zusammen­hängen entsteht eine gemeinsam getragene Lösung.

Idealerweise nehmen auch die Jury­mitglieder an diesem Abend­termin teil, um möglichst die Stand­punkte der Bevöl­kerung im direkten Aus­tausch aufnehmen zu können. Anschließend steht den Planungs­teams eine Bearbeitungs­zeit von 1-2 Wochen zur Verfügung um die Erkennt­nisse aus dem Feedback zur Schluss­präsentation einzuarbeiten und die Beiträge (darstellungs­technisch) auszuarbeiten.

Am Ende präsentieren die Planer­teams in einer öffent­lichen Jury­sitzung erneut und die Jury wählt einen Ent­wurf aus, der im Zuge der dritten Phase der Zukunfts­stadt Konstanz weiter bearbeitet werden soll.

Prozessstruktur: März bis Juli 2018

  1. 16. März 2018

    Fertigstellung: Basisversion Werkzeugkoffer.

  2. 17. März - 17. April 2018

    Einladung & Aktivierung: AkteurInnen und BürgerInnen.

  3. 18. April 2018 (1. Tag)

    Akteursgruppenworkshop: Stakeholder und Planer.

    Priorisierung der Kriterien und Anwendung des Werkzeugkastens für die Christiani Wiesen. Dialog zwischen AkteurInnen und Planerteams.

  4. 19. April 2018 (2. Tag)

    Planerwerkstatt: Bürgerabend

    3 Konzepte für die Christiani Wiesen. Feedback der Bürgerschaft.

  5. 20. April 2018 (3. Tag)

    Planerwerkstatt: Abschlusspräsentation

    Weiterarbeiten an den Konzepten und Anpassung des Werkzeugkoffer.
    Reflexionen und Empfehlung der Bürgerschaft an die Jury.

  6. Mai 2018

    Öffentliche Jurysitzung: Entscheidungsfindung.

  7. Anfang Juni 2018

    Dokumentation und Ausstellung: Phase II.

  8. Anfang Juli

    Bewerbung: Phase III.

Der planerische Werkzeugkoffer

Der im Rahmen des Projekts Zukunftsstadt Konstanz en­tstandene Werkzeug­koffer iden­tifiziert die Kriterien des nach­haltigen Städte­baus, die für das städte­bauliche Ziel »Smart Wachsen: Qualität statt Quadratmeter« prägend sind. Das Tool bietet ver­schiedene Ansätze um das Thema einerseits zu ver­mitteln und gleich­zeitig den Dialog zwischen ver­schiedenen beteiligten Akteurs­gruppen zu fördern.

Als Grundlage dienen studen­tische, wissen­schaft­liche Arbeiten der HTWG und Universität Konstanz, die in aktuell 30 Kriterien des nach­haltigen Städte­baus nach DGNB zusammen­gefasst sind. Kenngrößen, be­teiligte Akteure, bestehende städt­ische Rahmen­programme und städte­bauliche Planungs­themen werden verdeutlicht und Beispiele aufgezeigt.

Der Nutzer kann die einzelnen Kriterien direkt ansteuern oder sie sich anhand Ihrer Wichtig­keit für einzelne städte­bauliche Planungs­themen oder individuelle Akteurs­gruppen er­schließen. Die Einteilung in Sehr Wichtig / Gut zu Wissen / Unwichtig unter­scheidet sich dabei von Planungs­thema zu Planungs­thema sowie von Akteurs­gruppe zu Akteurs­gruppe. Allen gemein ist die Leitfrage »Wie lassen sich eine hohe Lebens- und Wohn­qualität und gesteigerte Flächen­effizienz in Einklang bringen?«.

Im Zuge der Akteurs­gruppen­werkstatt sollen die Kriterien zum ersten Mal von allen im Stadtplanungs­prozess Beteiligten inner­halb der einzelnen Akteurs­gruppen nach Wichtig­keit ein­geteilt werden. Der Werk­zeug­koffer ist als offenes System auf Wiki-Basis angelegt, ist dadurch er­weiter­bar und kann auf aktuelle Entwick­lungen reagieren. Aufgrund dieses transparenten Prozesses ist es möglich, sich in andere Akteurs­gruppen hinein zu versetzen, mehr Verständ­nis für die verschiedenen Positionen zu entwickeln und kon­struktiver zusammen­zuarbeiten.

Das Planungsgebiet – Christiani Wiesen

Das Planungs­gebiet ist Teil des Konstanzer Handlungs­programms Wohnens und eignet sich aufgrund seiner Lage, in Peters­hausen-Ost, zwischen Loretto­wald und Boden­see-Therme, seiner Größe von ca. zwei Hektar und seiner planer­ischen Rahmen­bedingungen in besonderer Weise als Real­labor im Rahmen des Projektes. Das Gebiet Chris­tiani-Wiesen soll der Impuls­geber für kommende Quartiers­entwicklungen in Konstanz werden.

Zukunftsstadt Konstanz